Schuppenflechte ist eine Autoimmunerkrankung, die sich in einer zu starken und fehlerhaften Vermehrung der Hautzellen zeigt. Typisch sind kleine, silbrigweiße Schüppchen über der erkrankten Haut, die sich leicht abkratzen lassen. Darunter ist die Haut sehr dünn, manchmal fängt sie sogar an zu bluten, wenn die Schüppchen entfernt werden. Die Hautläsionen selbst sind von unterschiedlicher Röte und deutlich abgegrenzt von gesunder Haut. Schuppenflechte zeigt sich bevorzugt außen an den Ellenbogen und Knien oder auf der Kopfhaut, sie kann aber auch auf jedem anderen Hautbereich auftauchen. Oft geht die Erkrankung mit starkem Juckreiz einher und kann deswegen sehr quälend sein.

Schuppenflechte, auf dem Weg der Heilung

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Schuppenflechte als eine der schwersten nichtansteckenden Erkrankungen klassifiziert.

Neben der genetischen Veranlagung können verschieden Faktoren wie Stress, ungesundes Essen und feuchte Hitze (z.B. durch Schweiß) die Symptome verschlimmern. Auch im Winter bei trockener Haut durch Heizungsluft werden die Symptome stärker. Über die Ursachen von Schuppenflechte weiß man letztendlich noch zuwenig.

Die westliche Medizin behandelt die Symptome mit UV-Bestrahlung und einer Kombination von Medikamenten innerlich und äußerlich, unter anderem mit Cortison, das allerdings nicht zur Langzeitbehandlung eingesetzt werden kann, weil es die Haut langfristig dünn werden lässt.

Chronische Formen der Schuppenflechte werden in der chinesischen Medizin mit Kräutern behandelt. Die chinesische Medizin nutzt die unterschiedlichen Ausprägungen der Hauterscheinungen zur Diagnose. Die erkrankte Haut kann zum Beispiel hellrot, dunkelrot, blassrot oder bläulichrot sein. Ein bläulichen Schimmer der entzündeten Hautstellen zeigt, dass das Blut nicht gut unter der Haut zirkuliert. Entsprechend wählt der Therapeut blutbewegende Kräuter für eine Rezeptur aus. Eine blasse Hautfärbung bedeutet, dass der Körper nicht genügend Blut zur Verfügung stellt, um die entsprechenden Hautstellen gut zu nähren. Dem entsprechend werden der Kräuterrezeptur blutnährende Kräuter hinzugefügt. Eine kräftigrote Farbe bedeutet Hitze im Körper, dem entsprechend enthält die Kräuterrezeptur hitzeausleitende Kräuter.

Alle Differenzierungen aufzuzählen wäre hier zu umfangreich. Wichtig ist mir darzustellen, dass die chinesische Medizin ein differenziertes Diagnoseverfahren für die verschiedensten Ausprägungen auf der Haut hat, die in variantenreichen Kräuterrezepturen mündet. Das bedeutet, dass die individuelle Symptomatik des einzelnen Patienten im Vordergrund steht. Es bedeutet auch, dass Sie bei mir unterschiedliche Kräuterrezepturen bkommen, je nachdem, in welchem Stadium der Erkrankung Ihre Hauterkrankung ist. Ein akuter Schub wird ganz anders behandelt als eine chronische und schon lang bestehende Hautschädigung. Die Kräuterrezeptur wird von mir immer wieder dem jeweiligen Zustand angepasst.

Neben den Kräutern für die Haut enthält ein Rezept oft auch Kräuter gegen Stress, denn er ist ein wichtiger Faktor bei Psoriasis. Auch andere Faktoren wie die Folgen von Ernährungsfehlern finden Eingang in die Kräuterauswahl. Zu Beginn der Behandlung wird der Fokus auf quälende Symptome wie Jucken, Nässen etc. gelegt. Sind diese Symptome reduziert, verlagert sich der Fokus auf die Grundkonstitution des Patienten/der Patientin.

Die Einnahme von Kräutern kann als Tee aus löslichem Granulat oder Konzentrat erfolgen, auch individuelle Kräutermischungen zum Aufkochen sind möglich. Wird der Geschmack des Tees als zu heftig empfunden, können die Kräuter auch in Tablettenform eingenommen werden. Die Kräutereinnahme als Tee wirkt jedoch am effektivsten. Je länger die Hautläsionen schon existieren, desto länger dauert auch das Abheilen der Haut, was ja eigentlich selbstverständlich ist. Eine Behandlung mit Kräutern kann sich durchaus über ein halbes Jahr ziehen. Durchhalten lohnt sich…

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