Zecken wandern jetzt wieder aktiv durch die Natur und lassen sich auf ahnungslose Naturfreunde fallen oder krabbeln ihnen die Beine hoch.

Problematisch wird es, wenn die Zecken mit ihrem Stich die Borreliose auf den Menschen übertragen. Borreliose ist eine bakterielle Erkrankung, die sich besonders in Gelenken festsetzt und dort Schmerzen verursacht. Erste Anzeichen einer Borreliose-Erkrankung sind grippeähnliche Symptome wie Gliederschmerzen, Schnupfen o.ä. und manchmal eine Art blauer Fleck an der Einstichstelle. Dieser Fleck vergrössert sich mit der Zeit ringförmig auf der Haut, ein sicheres Zeichen einer Borreliose-Erkrankung…dann sofort zum Arzt!!

Wie können Sie sich schützen?

Nach jedem Aufenthalt im Freien (auch Garten!) untersuchen Sie ihre Haut auf Zecken, suchen Sie sich dabei einen Helfer für die schwer zugänglichen Stellen wie Rücken, Achselhöhlen etc… Vor allem die kleinen Nymphen, die Jugendlichen unter den Zecken, sind sehr aktiv im Beutesuchen. Sie sind noch durchsichtig und daher schwer zu sehen. Wenn überhaupt, fallen sie erst auf, wenn sie schon Blut gesaugt haben.

Bei Zeckenbefall gilt: so bald wie möglich entfernen.

Die Zecke nicht drehen, sondern möglichst senkrecht aus der Haut ziehen, dabei so weit wie möglich am Kopf packen. Es gibt spezielle Zeckenpinzetten, die hilfreich sein können, aber auch die Finger sind einsetzbar. Wichtig ist, die Zecke so schnell wie möglich zu entfernen, denn man geht davon aus, dass die Borreliose im Speichel der Zecke erst mehrere Stunden nach dem Einstich auf den Menschen übertragen wird. Kein Öl oder ähnliches verwenden, um die Zecke zu „ersticken“, in ihrem Todeskampf gibt die Zecke nämlich noch reichlich Speichel in ihr Blut ab, was ja überhaupt nicht erwünscht ist.

Übrigens können auch Hunde an Borreliose erkranken, also auch da gilt: Aufpassen.

Bleiben Sie und Ihre Lieben gesund und geniessen Sie eine schönen Sommer.

zurück