Melisse macht gute Laune und hilft gegen Bakterien und Viren

Ursprünglich kommt die Melisse aus dem Süden Europas, hat sich dann nach Asien und ins nördlichen Europa ausgebreitet, wo sie überall auch wild wächst. Weitere Namen für die Melisse sind z.B. : Zitronenmelisse, Citronella und Bienenkraut (weil sie eine beliebte Bienenweide ist).
Die Melisse (Melissa officinalis) ist seit der Antike als Heilpflanze bekannt. Seitdem beschrieben und nutzten viele Ärzte und zum Beispiel auch Hildegard von Bingen ihre Heilkraft.

Vor allem ihre stimmungsaufhellende Wirkung war und ist bekannt und beliebt. Das ist momentan, wo das Wetter in Hamburg trüb und grau ist, und wir alle durch Corona beziehungsweise COVID-19 gestresst sind, vielleicht eine gute Wahl. Also: auf eine Tasse Melissentee…

Die stimmungsaufhellende und beruhigende Wirkung der Melisse ist angstlösend, hilft beim reduzieren von Stress und innerer Unruhe, beruhigt ein nervöses Herz und fördert das Einschlafen. 

Außerdem wirken Inhaltsstoffe der Melisse gegen Bakterien und besonders gegen Viren. Reines Melissenöl ist sehr wertvoll und teuer und wirkt ganz hervorragend gegen Herpes-Viren. In der Apotheke kann man einen Lippenstift mit Melissenwirkstoff kaufen, der sowohl vorbeugend als auch im Akutfall gegen Lippenherpes eingesetzt werden kann.

Melissentee

Am beliebtesten und einfachsten ist die Einnahme als Melissentee. Getrocknete Melissenblätter kann man/frau in jedem Kräuterladen kaufen. Der zitronige, frische und etwas herbe Geschmack ist dezent und lecker.

Die antibakterielle und antivirale Wirkung kann genutzt werden, indem man/frau bei beginnenden Erkältungssymptomen eine oder mehrere Tassen Melissentee trinkt.

Als Bestandteil einer Mischung von Schlaf- und Nerventee ist Melisse in jedem Supermarkt zu bekommen. Zusammen mit Baldrian, Passionsblume und eventuell Lavendel bildet sie eine beruhigende und schlaffördernde Kombination. 

Manchmal ist in diesen Schlaf- und Nerventees auch Hopfen enthalten. Auf Männer wirkt Hopfen einschlaffördernd, bei Frauen kann er allerdings anregend wirken. (Früher gingen die Frauen abends nach der Hopfenernte zum Tanzen ins Nachbardorf, während ihre Männer schon schliefen…)

Bei Magen-Darmproblemen wirkt die Melisse krampflösend, blähungswidrig, regt die Produktion von Gallensäure an und kann gegen Durchfall helfen.

Bei Krämpfen vor oder während der Menstruationsblutung kann eine Tasse Melissentee wegen der krampflösenden Wirkung sehr hilfreich sein.

Die heilsame Wirkung der Melisse beruht auf verschiedenen chemischen Verbindungen, die in der Pflanze enthalten sind. Dazu gehören ätherische Öle wie Citral und Nerol, Gerbstoffe wie Rosmarinsäure und Kaffeesäure. Spezielle Inhaltsstoffe reduzieren die Neurotransmitter, die bei chronischem Stress vermehrt ausgeschüttet werden.

Wer sich die Melissenblätter selber ziehen will: auf dem Balkon oder im Garten gedeiht die krautige Pflanze hervorragend. Da freuen sich die Bienen.

Auch in der modernen Küche hat die Melisse Einzug gehalten. Mittlerweile findet man/frau im Internet viele schöne Rezepte mit frischen oder getrockneten Melissenblättern. Zum Beispiel kann man/frau sie zu Marmeladen und Gelées hinzufügen, zu diversen Süßspeisen verarbeiten und als Gewürz in exotischen Gerichten verwenden. Viel Spaß beim Ausprobieren…

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