Eine Grippe unterscheidet sich grundsätzlich von einer Erkältung. Wie der Name schon sagt, kommt die Erkältung von kalt, kalt werden, Kälte ausgesetzt sein.

Eine Grippe ist eine virale Infektion, die man sich von anderen Menschen holt, wenn diese Niesen oder wenn die Viren auf andere Weise durch Feuchtigkeit auf den Körper übertragen werden und dann in die Nähe der Nase kommen.  Das bedeutet also, wenn jemand in der U-Bahn in die Hand geniest hat, damit einer Haltestange festhält, die ein anderer 5 Minuten später anfasst, und sich dann mit dieser Hand durchs Gesicht streicht, dann haben die Viren schon fast gewonnen.  Sie setzen sich erst in der Nasenschleimhaut fest, vermehren sich da und überschwemmen dann den Körper. Eine Grippe ist durch einen heftigen und schnellen Anfang gekennzeichnet, wohingegen eine Erkältung langsam beginnen    kann.

Bei einer Erkältung hat man/Frau auch noch eine Chance, durch geeignete Maßnahmen den Fortgang der Erkrankung zu verhindern.  Man kann sie am Anfang, wenn die Nase kribbelt, die Glieder leicht schmerzen, die Nase zugeht, durch Ingwer-Tee, Holunderblüten-Tee oder Lindenblüten-Tee aufhalten. Den Tee heiß trinken, den Körper eine halbe Stunde leicht schwitzen lassen, also auf keinen Fall auskühlen lassen, sondern sich am besten noch mit einer Decke einpacken.  Diese Maßnahme ersetzt das Fieber und bekämpft schon im Vorfeld die Erkältungs-Bakterien.

Bei einer echten Grippe hat ist es schwer, den Krankheitsverlauf zu stoppen. Meist muss man sich einfach zehn Tage Ruhe gönnen. Ganz wichtig ist allerdings, dass man ständig schleimlösende Mittel, am besten Tee, zu sich nimmt. Denn Schleim ist die ideale Nahrungsgrundlage für Viren. Wenn man ihnen dies entzieht, dann sind ihre Überlebenschancen reduziert. Ganz wichtig: eine Folgeinfektion durch Bakterien  kann somit verhindert werden, denn auch  Bakterien lieben Schleim. Bakterielle Folgeinfektionen passieren leicht bei einem durch Viren geschwächten Körper. Nicht, wenn Sie zum Beispiel Spitzwegerich-Tee regelmäßig trinken, oder wenn Sie frieren, gerne auch Thymian-Tee. Thymian ist allerdings sehr warm und nur bei Frieren zu empfehlen.

Auch die chinesische Medizin kennt Kräutermischungen, die gegen verschiedene Erkältung – und Viren – Infektionen eingesetzt werden. Je nach persönlichem empfinden des Patienten werden verschiedene Mittel miteinander kombiniert. Ein sehr bewährtes Kraut ist die sibirische Spitzklette (Xanthium strumarium),  sie macht die Nase frei, vertreibt Schleim und durch kalten Wind bedingte Schmerzen. Sie wirkt antibakteriell, krampflösend und schmerzstillend. Sie wurde schon im Jahr 620 n. Chr. von einem chinesischen Arzt erwähnt. Nach ihr ist auch eine Kräuterrezeptur benannt, die gern am Anfang einer Erkältung eingesetzt wird, für einen Tag in hoher Dosierung (Cang er si san).

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