Die  Schlüsselblume ( Primula veris) wurde von der Loki Schmidt Stiftung zur Blume des Jahres 2016 ernannt.

Diese Blume braucht, um zu gedeihen, trockene, sonnige und kalkreiche Wiesen. Deswegen wird sie oft auch Wiesenschlüsselblume genannt. Durch intensive Landbewirtschaftung werden solche
Standorte immer seltener, so dass diese Blume mittlerweile stark gefährdet ist. Die Loki Schmidt Stiftung möchte mit ihrer Nennung auf die Gefährdung aufmerksam machen. Primula veris heißt die Blume, weil sie als eine der ersten Blumen im Frühjahr blüht, sie ist eine Primus bzw. Prima.  In einigen Gegenden trägt sie den hübschen Namen Himmelsschlüsselchen.

Schlüsselblume (Primula veris)

Schlüsselblume (Primula veris)

Die Schlüsselblume ist eine Heilpflanze mit starker Wirkung. Für die Heilwirkung werden die Wurzeln und Blüten verwendet. Ihre Inhaltsstoffe wirken entwässert und schleimlösend. Also kann man sie anwenden bei Erkältung,  festsitzenden Schleim und angeblich sogar bei Lungenödem des Altersherzens, hier in Kombination mit Helleborus niger, der Christrose. Außerdem wirkt die Schlüsselblume leicht nervenberuhigend. Die Blüten wirken harntreibend, einzusetzen bei Nieren- und Blasenerkrankungen sowie bei Rheuma.

Hauptwirkstoffe sind Saponine, seifenähnliche Stoffe. Sie entspannen wie Seife die Oberfläche von Flüssigkeiten, so lösen sie Schleim und Ödeme (Wassereinlagerungen im Gewebe).  Bei Überdosierung verursachen sie allerdings Brechreiz und Durchfall. Wie bei jeder Droge ist es eine Frage der Dosierung.

Man verwendet die Schlüsselblume nicht als Einzeldroge, sondern niedrig dosiert in Mischungen mit anderen Pflanzen  für schleimlösende und hustenstillende Heilkräutertees.

Daneben bietet die Schlüsselblume hübsche gelbe Tupfer im Frühlingsbeet. In der Natur ist sie geschützt, aber im Gärtnereibetrieb kann man sie  im Frühjahr überall erstehen…

 

zurück